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Den Frühlingslook auf den Punkt gebracht!

Nach langer Abstinenz feiern die Polka Dots ein gekonntes Comeback und somit bietet sich dieses Frühjahr eine spannende Alternative zum klassischen Streifenmuster. Inspiriert von der Lebendigkeit eines Volkstanzes, der im 19. Jahrhundert Europa sowie Amerika in Euphorie versetzte, prägte das auffällige Punktmuster ab dem 20. Jahrhundert die Mode/Pop-Kultur. Mit dieser Textur gelingt es der Trägerin die Leichtigkeit des Seins der anstehenden Jahreszeit entsprechend gekonnt wortwörtlich auf den Punkt zu bringen. 

Die Zeichen mehren sich, dass die beschwingten Polka Dots nach langer Abstinenz nun wieder in der Welt der Mode Einzug finden. Was euch auf den ersten Blick möglicherweise noch an den Konfettiregen auf den Paraden in der erst kürzlich vorübergegangenen Karneval-Saison erinnert, ist diesen Frühling ganz stark im Kommen. Beim gegenwärtigen Revival ist die Wende in der Wahrnehmung höchstwahrscheinlich auf die italienische Designerin Maria Chiuri zurückzuführen. Bei ihrer ersten Kollektion für Dior setzte sie verstärkt auf die Polka Dots, die sie auf zarten Tüllkleidern präsentierte. Seitdem ist das Muster auch bei anderen namhafte Designern, wie beispielsweise bei der aktuellen Herbst/Winter Kollektion von Loewe, Balenciaga oder Jacquemus, nicht mehr wegzudenken. Um es auf den Punkt zu bringen: Das klassische Streifenmuster bekommt endlich wieder ernstzunehmende Konkurrenz!

Auf den ersten Blick scheinen Punkte nichts Außergewöhnliches zu sein, die Geschichte vom Ursprung auf dem Tanzparkett bis zur gegenwärtigen Ausstrahlungskraft ist aber überaus spannend. Schon im 19. Jahrhundert entstand der Musterklassiker, dessen Namen sich von der Polka, einem böhmischen Tanz, ableiten lässt. Getragen durch seine besonders lebhaften Schritte im 2/4 Takt, verfiel Mitte des 19. Jahrhunderts Europa und in weiterer Folge die USA in eine wahre Polkamania. Das bis heute beliebte Design erinnert mit der Anordnung der Punkte an die kreisrunde Tanzabfolge und ist eine Hommage an die Lebhaftigkeit des Tanzes. Die Wahrnehmung, speziell bezogen auf die öffentliche Meinung, ist bei diesem Muster besonders divergent. In den 20er Jahren haftete den Punkten durch Minnie Mouse, bekannt für ihr Kleid und die dazu passende Schleife mit übergroßen Punkten, etwas mädchenhaftes Kindliches an. Erst später als die großen Modehäuser auf das Muster aufmerksamen wurden, auch damals war es allen voran Christian Dior, der 1954 bei seiner legendären „New Look“ Kollektion auf gepunktete Kleidungsstücke setzte, ändert sich die Wahrnehmung drastisch. Durch Ikonen wie Julia Roberts in ‚Pretty Woman’ oder Prinzessin Diana wurde die Punkte zum Modeklassiker. Heutzutage stehen die Polka Dots für eine zarte bis verspielte Weiblichkeit, die dank des Ursprungs auch auf eine gewisse Lebenslust der Trägerin hinweisen sollen.

Bei meinem aktuellen Spring-Look habe ich mich dazu entschieden, die Punkte sowohl am Ober- als auch Unterteil zu tragen die aktuell bei BIK BOK und C&A zu finden sind. Um die visuelle Dichte und das Muster etwas aufzulockern, bietet es sich an, beispielsweise mit verschiedenen Farben und unterschiedlichen Punktgrößen zu arbeiten.

 

 

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